Sitzung: 16.10.2024 Werkausschuss VGBEN
Beschluss: einstimmig beschlossen
Abstimmung: Ja: 12, Nein: 0, Enthaltung: 0, Befangen: 0
Vorlage: 30 DS 2/ 0053
Beschluss:
Die Werkverwaltung wird
beauftragt, die Planungsschritte der Variante Druckschott zu präzisieren und
final umzusetzen.
Der Vorsitzende begrüßt zu TOP 2 Herrn Dipl.-Ing. (FH) Kay Neubusch und Herrn Daniel Gries vom Ingenieurbüro Gastring Ingenieure.
Herr Bruchhäuser geht zunächst einleitend auf den Inhalt der Informationsvorlage ein. Im Anschluss stellt Herrn Neubusch das Projekt Trinkwassergewinnung „Stollen Fachbach“ -2. Bauabschnitt“ vor – auf die beigefügte Präsentation wird verwiesen.
In der darauffolgenden Diskussion zu den möglichen Varianten „Freispiegel-Stauwand“ und „Druckschott“ beantworten Herr Neubusch und Herr Bruchhäuser Fragen der Ausschussmitglieder wie folgt:
Bei der Variante „Druckschott“ wird der Wasserspiegel sukzessive angehoben, sodass potentielle Gefahren (z.B. Sturzfluten oder Austritt von Wasser an anderer Stelle) möglichst ausgeschlossen werden können. Kontrollmöglichkeiten im Stollen selbst bestehen nicht. Die aktuelle Situation im Bereich des Heinrich-Schachtes wird nicht verändert.
Der Einbau einer Turbine zur Stromgewinnung wurde bereits in Betracht gezogen und wird auch nochmals geprüft werden. Schwierigkeiten bestehen diesbezüglich aufgrund des hohen Eisen und Mangangehaltes im Wasser.
Die Sanierung des Stollens auf einer Teilstrecke von 450 m ist ergänzend zu beiden Varianten durchzuführen und somit sind die Kosten in den jeweiligen Kostenschätzungen enthalten.
Zum Schutz des Stollens und der Trinkwasserversorgung wurde ein weitreichendes Wasserschutzgebiet ausgewiesen.
Es ist seit langem bekannt, dass eine Instandsetzung notwendig ist. Jedoch gestaltet sich die Umsetzung - ähnlich wie in Bergwerken - aufgrund vielfältiger Probleme (z.B. Gas, Verstürze) schwierig und langwierig.
Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten wurde bereits eine Verbindungsleitung nach Koblenz geschaffen. Damit kann jederzeit ein Ausfall kompensiert und auch Arbeiten im Stollen erst ermöglich werden.
Grundsätzlich ist es Ziel, mit der Sanierung des Stollens und der Wasseraufbereitungsanlage Kapazitäten anzupassen und das Spektrum der Versorgungssicherheit deutlich zu verbessern.
Eine konkrete Aussage, wie lange das Bauwerk nach erfolgter Sanierung ohne weitere Investitionen Wasser liefert ist, zuverlässig nicht möglich. Im Fall der Druckschott-Variante würden jedoch im Anschluss regelmäßige Begehungen und notwendige Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt und dadurch zukünftig die Gefahr von Schäden minimiert.
Der kaufmännische Werkleiter ergänzt, dass die Mehrkosten für die Variante „Druckschott“ i.H.v. 300.000 Euro bei einer Abschreibung über 50 Jahre einen jährlichen Abschreibungsaufwand von 6.000 Euro bedeuten. Außerdem sei von der Förderstelle des Landes eine hohe Förderung von 85%-90% (30-35% Zuschuss, 55% zinsloses Darlehen) in Aussicht gestellt worden. Somit sind noch für 10 % der Investitionen Kredite am freien Markt aufzunehmen.
Nachdem keine weiteren Fragen bestehen und sich aus den Wortmeldungen eine Tendenz zur Variante „Druckschott“ ergibt, stellt der Vorsitzende den folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung:
Abstimmungsergebnis:
|
Ja: |
12 |
|
Nein: |
0 |
|
Enthaltung: |
0 |
